Aus seiner persönlichen Entwicklung heraus erwächst die Art oder die Taktik eines Torhüters die zwar das gleiche Ziel hat, jedoch bei jedem Torhüter verschieden sein wird.
Vom eigenen Stellungsspiel abgeleitet muss er teilweise der 11. Feldspieler sein und aus seiner Position ins Spiel einwirken. Der Torhüter muss seine charakterlichen sowie organisatorischen Fähigkeiten und seine Erfolgsbesessenheit auf die Abwehr und die ganze Mannschaft übertragen. Er kann und darf nie abschalten und muss gedanklich immer auf Ballhöhe sein. Die Art und Weise wie er auf die Mannschaft einwirkt und zum Erfolg beiträgt, ist seine Taktik.
In der Regel beginnt die Organisation bei Ballverlust, wo er sofort mit der Organisation der Abwehr nach vorne in Richtung Ball beginnen muss. Er muss schnellstmöglich die Organisationsveränderung der Abwehr vornehmen um gemeinsam eine gefährliche Situation oder ein Tor verhindern zu können. Hier haben wir einen fließenden Übergang zur Mannschaftstaktik, wo der Torhüter sämtliche taktischen Zusammenhänge der Mannschaftstaktik wissen und kennen muss um die richtigen Schritte einzuleiten. Der Trainer in der Vermittlung und der Torhüter in der Aufnahme und Umsetzung der taktischen Vorgaben, ist hier gefordert. Der Torhüter muss wissen, wo er zu sein hat und was seine Vorderleute in dem Moment zu tun haben.
Die Grundregeln des Stellungsspiels verbunden mit dem Abwehrverhalten seiner Vorderleute müssen daher von klein auf dem Torhüter vermittelt werden.
Die Umsetzung für den Torwart erfolgt durch die richtigen Zurufe im richtigen Moment. Selbst ruhige Typen im Tor, müssen angehalten werden, im Training und im Spiel dauernd und lautstark zu korrigieren, dirigieren und delegieren. Daraus erwächst oft der falsche Eindruck, “der schreit wie ein Verrückter im Tor herum, er soll besser ruhig sein“. „Besser ein Zuruf zu viel, als einer zu wenig“. Nachher kann er wieder ruhiger sein. |